Interview mit Dennis Ritter| hejritter.eu

Dennis ist Fotograf. Auf seiner Seite hejritter.eu kannst du dir einen Eindruck verschaffen. Bist du von ihm überzeugt? Dann stimme ab 01. Oktober auf debitoor.de/unternehmerhelden-award für ihn.

Bitte stelle Dich und Dein Unternehmen kurz vor.

Vor solchen Fragen, schrecke ich fast zusammen. Mich vorstellen klappt, da muss ich nicht viel nachdenken, mein “Unternehmen” darstellen, fällt mir schon etwas schwerer. Gut zusammenzufassen ist das, wenn ich im Personaleingang eines Betriebs einen Besucherausweis abholen möchte und der Pförtner mich fragt: “Von wem kommen Sie?” und ich dort: “von mir, also von zuhause, äh ich bin freiberuflich.” antworte.

Es ist eigentlich clever, wenn man nicht seinen eigenen Namen als “Firmennamen” verwendet, so trägt man Verantwortung aber wenn etwas schief geht, macht man eben unter anderem Namen etwas Neues. Bei mir ist das nicht so. Es ging zwar etwas schief aber meinen Namen habe ich behalten.

“Hinter dem stehen, was ich tue, was ich denke und was ich will.” Das sind die eigentlichen Ziele und Beschreibung. “Einfach machen” hat sich die letzten Jahre bezahlt gemacht und das ist auch das, was ich Kunden in Gesprächen rate: “Lass es uns doch einfach machen, das klingt doch gut.” Natürlich können wir stundenlang über Risiken nachdenken aber einem Gefühl zu folgen ist wie damals beim Vokabeltest, oft ist die erste Antwort die richtige.

Von der Konzeption bis hin zur Visualisierung versuche ich überall dabei zu sein und wenn da etwas ist, was ich nicht kann, kenne ich sicherlich jemanden, der es kann.

Was schätzen Deine Kunden am meisten an Dir?

Ich denke es ist die Transparenz, Spontanität und Offenheit. “Wir brauchen einen Imagefilm” – “Ja, den kann ich euch machen, aber was habt ihr davon, wenn ich euch jetzt einen 20.000 EUR Imagefilm verkaufe, ihr den als Header auf eurer Website laufen habt und das war’s dann.” Natürlich ist das ganz gegen das Motto “einfach machen” – aber Sinn sollte das Ganze schon ergeben. Und das Geld kann man sicher für mehr Content und einen längeren Zeitraum verwenden. Ich möchte Kompromisse und Vertrauen verschaffen und mich nicht verkaufen müssen.

Warum hast Du Dich entschieden, Dich selbstständig zu machen? 

Weil ich gelernt habe, dass ich keine 40 Stunden auf den Bildschirm starren will. Weil sich das jetzt gerade gut anfühlt. Vielleicht ist das in 10 Jahren anders. Aber ich bin mir sicher, dass ich mich mehr darüber ärgern würde, es nicht getan zu haben, anstatt es getan zu haben. So ist das mit allen Entscheidungen. Oh das sieht toll aus, das fotografiere ich gleich – und zack ist gleich zu spät. Also lieber jetzt bevor es zu spät ist.

Was ist für Dich die größte Herausforderung im unternehmerischen Alltag

Allem genug Aufmerksamkeit zu geben. Vor allen Dingen sich selbst. Die Waage zwischen Arbeit und Passion zu halten. Niemals das Gefühl zu bekommen: “Mist, ich muss arbeiten.” Sich Auszeiten gönnen. Daran muss ich definitiv noch arbeiten.

Wo siehst Du Dich und Dein Unternehmen in fünf Jahren?

Mit dieser Frage sehe ich mich wie damals vor der Wirtschaftsförderung in Bremen und musste dort auch sagen, wo ich mich in 5 Jahren sehe. Jetzt sitze ich in einem Café in Oldenburg und genieße einen Cappuccino. Also vielleicht sitze ich in 5 Jahren gerade in Paris und tue ähnliches.

Gib uns drei Tipps für andere, die sich selbstständig machen möchten!

  1. Eine finanzielle Rücklage erarbeiten. Das muss nicht in dem Job passieren, den man in Zukunft machen will, aber ein kleines Polster ist wichtig.
  2. Nein sagen lernen. Nicht alles was der Kunde will oder verspricht muss der Wahrheit entsprechen. Realistisch bleiben und gut zuhören. 
  3. Die Buchhaltung anfangs nicht abgeben. Ich habe mir von einer Steuerberaterin vieles erklären lassen damit ich es selbst machen kann.

Warum möchtest Du den Unternehmerhelden Award 2019 unbedingt gewinnen? 

Unbedingt muss gar nichts. Stets dem Motto: einfach machen. Es gibt sicher noch zig andere Freiberufler oder großartige Unternehmen die dies verdient haben. Es ist mehr eine Herausforderung die ich jetzt angenommen habe und was daraus geschieht: mal schauen. Ich freue mich für mich selbst, das gemacht zu haben.

Werde auch Du Unternehmerheld und bewirb Dich!

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