Einkaufen für Pferdemenschen – 3 Tipps für deinen ersten Onlineshop

„Sie ist das Pferdemädchen von uns Beiden!“ Thomas Haubner lacht und lässt seiner Partnerin Petra Haubner erstmal den Vortritt bei der Vorstellung des gemeinsamen Projekts.

Die Pferdeflüsterei ist eine Website rund um artgerechte Pferdehaltung, -fütterung und –pflege. Ziel ist es, die Tiere besser verstehen zu lernen und den Umgang mit ihnen „pferdegerecht“ zu gestalten – etwas, das im klassischen Reitsport oft zu kurz kommt.

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Petra erzählt: „Ich kannte das selbst aus meinen Reitschulzeiten. Da wird einem gesagt, dass das Pferd da jetzt eben durch muss, es wird viel mit Druck gearbeitet.“

Auf ihrer Website beschäftigt sie sich mit allen Ansätzen, die versuchen, den Umgang mit dem Tier anders zu gestalten: sanft und ohne Gewalt. „Ich schreibe für alle, die mit ihrem Pferd tatsächlich eine Verbindung aufbauen wollen und mit ihm im Team arbeiten, statt gegen es.“

Der Blog mit Petras Texten war vor drei Jahren der erste Teil der Website – und kam sehr gut an bei den Lesern. „Er hat Viele angeregt, Dinge auch mal anders zu probieren.“

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Seitdem ist die Pferdeflüsterei gewachsen: Mittlerweile gibt es eine komplette Website und seit einigen Monaten einen Onlineshop mit pferdefreundlichem Zubehör – vom Zaumzeug bis zum Striegel.

Petra ist nach wie vor verantwortlich für den inhaltlichen Teil der Seite. Thomas betreut die Technik im Hintergrund, kümmert sich um das Shopsystem und die Buchhaltung.

Im Unternehmerhelden-Interview verraten die beiden, wie sie erfolgreich ihren Shop starteten – und was du von ihnen lernen kannst.

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  1. Wisse, wovon du redest – oder lerne es.

Petra: Ich habe häufig Fragen von Lesern bekommen, welche Produkte ich selbst nutze mit meinem Pferd, welches Futter, welches Zaumzeug… und da ich selbst bei allem was ich benutze immer lange recherchiere, ob etwa die Passform stimmt, aber auch auf nachhaltige Materialien und Produktion achte, kannte ich mich da gut aus. Irgendwann dachte ich, dass es ja Unsinn ist, immer nur andere Firmen zu empfehlen, und dass wir doch einfach die Sachen direkt bei uns verkaufen können.

Ich hole mir auch oft zusätzliche Expertise vom Tierarzt, von meiner Tierheilpraktikerin oder von Trainern, wenn ich wissen möchte, ob ein Produkt wirklich gut ist.

Thomas: Ich bin tatsächlich eigentlich kein Pferdemensch. Aber seitdem ich mich durch die Website viel mit dem Thema beschäftige, finde ich es auch spannend und rutsche da immer mehr rein. Ich mag den Umgang mit den Tieren, und die Menschen, die wir treffen, wenn wir zum Beispiel auf einem Event Interviews für den Blog machen. Selbst reiten lernen muss ich nicht unbedingt. Aber ich fühle mich mittlerweile in der Pferdewelt wohl.

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  1. Such dir deine Nische.

Petra: In vielen anderen Onlineshops stehen maximal zwei Sätze zu einem Produkt. Das nervt mich selbst immer gnadenlos, wenn ich etwas kaufen möchte, und nichtmal weiß, aus welchem Material das Zeug ist.

Ich achte also sehr darauf, ausführliche Beschreibungen zu verfassen. Da sind dann Infos zur Anwendung, wie es produziert wird, für wen und wofür es sich eignet – und auch wofür nicht – enthalten. Mir ist es wichtig, da ehrlich zu sein, und das schätzen die Kunden. Sie fühlen sich gut informiert und wissen, dass ich alles auch selbst teste.

Soweit ich weiß sind wir außerdem der einzige Shop in Deutschland, der sich auf die Pferdefreundlichkeit aller angebotenen Produkte konzentriert, und das mit einem nachhaltigen, ökologischen Anspruch kombiniert.

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Thomas: Wenn es möglich ist, setzen wir auf Produkte die fair produziert sind, oft auch in Deutschland. Und natürlich absolut pferdefreundlich: Bei vielen Shops und Herstellern sind zum Beispiel oft Sperrriemen beim Zaumzeug mit dabei, mit denen dem Pferd der Mund zugeschnallt wird.

Und das wird gar nicht hinterfragt, weil es ja „alle so machen“. So etwas gibt es bei uns nicht.

  1. Finde die besten Lieferanten für dich.

Petra: Lieferanten zu finden, die unseren Ansprüchen genügen bedeutet viel Recherche. Einige kannte ich schon wegen meines Blogs. In der Regel spreche ich ausführlich mit ihnen und frage genau nach, welche Standards sie anlegen, wie sie produzieren. Neulich waren wir auf einer Pferdemesse, da gab es sehr viel billig produzierten Plastikkram, aber eben auch einen kleinen Stand von einer Frau aus Reutlingen, die selbst Bio-Pferdeleckerlis mit Kräutern herstellt.

Es gibt die kleinen Hersteller, aber man muss etwas suchen und findet sie nicht immer auf Google Seite eins.


www.pferdefluesterei.de/shop

 

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